Quincy Jones: Soul Bossa Nova

Es gibt Lieder, die kennt eigentlich jeder, aber viele wissen gar nicht, wie sie heißen, oder von wem sie stammen. „Soul Bossa Nova“ von Quincy Jones ist so ein Titel. Entweder kennt man den Titel aus dem Film „Austin Powers in Goldständer“, oder als Sample bei My definition of a boombastic jazz style von Dream Warriors.

Quincy Jones veröffentlichte den Titel 1962.  Moment! Quincy Jones? Ja, genau der. Berühmt wurde er als Produzent. So war er Produzent der Alben „Off the Wall“, „Thriller“ und „Bad“ von Michael Jackson.  Er hat aber auch Alben beispielsweise von Frank Sinatra,  Ella Fitzgerald, Donna Summer aber auch 2014 das Album „Paris“ von ZAZ produziert. Ein wirklich vielzeitiger Musiker…

Jill Barber: Oh My My

Ich hab nen neuen Ohrwurm, diesmal gar nicht so altes. Oh My My von der kanadischen Sängerin Jill Barber erschien auf dem Album Changes 2008. Das Teil ist irgendwie alles. Retro, cooler Jazz, irgendwas. Und es nimmt mich mit.

Wenn man bei Youtube sucht kommt man auf interessante Variationen, z.B. eine Liveversion ausschließlich mit einem Gitaristen als Begleitung:

Mal sehen, ob Jill Barber auch in Deutschland den Durchbruch schafft…

Joe Jackson: Steppin out

Joe Jackson sah in den 80ern nicht so aus, wie damals ein Popstar auszusehen hat. Immer konservative Kleidung, eher spießige Frisur. Aber seine Musik überzeugte schon damals. Eine schöne Mischung aus Pop und Jazz – Steppin Out von 1982 gehört zu meiner persönlichen Hall of Fame.
Er macht übrigens bis heute Musik, auch wenn man in den Medien nicht mehr viel von ihm hört…

Working Week: Inner City Blues

Eine sehr gelungene Coverversion von dem durchaus auch nicht zu verachtenden Original von Marvin Gayel (1971). Working Week zogen den Titel 1985 rüber in den jazzigen Bereich. Eine durchaus gelungene Morphose.

Working Week ist irgendwie heute vergessen und auch ich muß zugeben, daß ich sie erst wiederentdeckt habe beim durchkramen meiner Plattenkiste. Die Gruppe besteht aus dem Gitaristen Simon Booth und dem Saxofonisten Larry Stabbins, die mit verschiedenen Sängerinnen zusammenarbeiteten. Juliet Roberts, die Inner City Blues singt, war lange Zeit festes Mitglied der Band.

Black Machine: How Gee

Anfangs dachte ich, der Track heißt American Express 😉

Hatte ich gestern über Jazz in Kombination mit Rap geschrieben, so habe ich heute einen housigen Titel mit Jazz Einflüssen auf dem Plattenteller. Die Scheibe erschien 1992 und war damals in den Clubs einer der Renner – Scheiße, auch schon wieder 18 Jahre her. Ich kann mich noch erinnern, daß ich diesen Titel auf einer Hochzeit aufgelegt habe und der Wirt des Restaurants, in dem die Feier stattfand, auf mich zukam und meinte, daß die Musik bisher ja ganz schön war, aber das ist für ihn nur noch Lärm. Die Gesellschaft sah das anders…

Fred Bertelmann & Chris Howland: Der Dumme im Leben ist immer der Mann

Es gibt Dinge, da haben viele Probleme damit, öffentlich dazu zu stehen. z.B. wenn man zum Chillen am Wochenende olle deutsche S/W Filme sieht. Nix zum Nachdenken, heile Welt Gesülze, sehr leichte Kost. War das schon schwer zu outen, dann fällt es noch schwerer zuzugeben, daß die Musik in diesen Filmen ab und an gar nicht soooo uncool ist.

Ich weiß gar nicht mehr, um was es in dem Film ging, in dem das Lied „Der Dumme im Leben ist immer der Mann“ vorkommt. Das ist deutscher Jazz-Schlager, wie es einer meiner persönlichen Helden, Götz Alsmann, bezeichnen würde, der ja solche Musik neu interpretiert.

Götz Alsmann kann im Gegensatz zu den Interpreten Fred Bertelmann & Chris Howland auch gut singen. Hier wird eben von 2 Schauspielern interpretiert, die auch singen mußten zu jener Zeit. Aber so war das damals. In Filmen mußte gesungen werden. Stellt Euch mal vor, das hätte sich nicht geändert und Schwarzenegger hätte in Terminator 2 gesungen 😉

Kein Lied, von dem ich sagen kann, daß ich mir das ständig und überall anhören könnte, aber doch irgendwie ganz nett, oder?

Herr Rossi sucht das Glück – Viva la Felicita

Kennt Ihr noch die Fernsehserie „Herr Rossi sucht das Glück“? Gut, Kindheitserinnerungen hin oder her – es war auf jeden Fall die Serie mit einer besten Titelmelodien. Interpretiert in Deutsch von den Moulinettes. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob das das Original der Serie ist, weil ich meine, die Serie ist älter, als die Version der Moulinettes.

Die Moulinettes ist übrigens eine 4köpfige Band, drei Mädels und ein Typ, aus München, die teilweise sehr schräge Nummern aufgenommen haben, bei denen es auch schon einmal um das Thema Monatsbeschwerden gehen kann…

Das Liedchen über den Herrn Rossi aus der Trickfilmserie hat aber Potential zu mehr. Ich habe eine sehr geile Acid-Jazz-Instrumentalversion auf meinem Rechner, von der ich bis heute nicht weiß, wer die aufgenommen / geremixed hat. Leider kann ich die aus Urheberrechtlichen Gründen nicht so einfach hochladen – ein allgemeines Problem dieses Blogs.

Auf YouTube findet sich eine Version von De-Phazz:

Ja, es ist eigentlich ein Kinderlied, aber ich denke, das kann man durchaus auch als Erwachsener hören…