Es gibt Lieder, die man als DJ eigentlich IMMER einsetzen kann. Lieder, die irgendwie JEDEN ansprechen. Ich nenn sie mal Gute Laune Hämmer. Was Songs zu solchen Gute Laune Hämmern macht – es läßt sich schwer definieren. Aber auf jeden Fall ist „Rama Lama Ding Dong“ einer davon. Das Original stammt von „The Edsels“ und ist aus dem Jahr 1957. Aber die Partyversion ist die von „Rocky Sharpe and the Replays“ aus dem Jahre 1978 und war damals nur ein mittelmäßiger Charts Erfolg. Gut, der Song wird wohl in einigen Stadien bei Fußball und Eishockey Spielen eingesetzt – ob daher die Popularität kommt?
Auf jeden Fall kann man als DJ das Teil immer einsetzen, ich habe schon einige andere DJs genervt, das doch mal zu spielen, mußte sie fast zwingen – heute verwenden sie den Track meist regelmäßig 😉

Nur daß der Track 2003 von DJ Ötzi verwurstet wurde – das hat Rama Lama Ding Dong wirklich nicht verdient!

Gestern verstarb Vicco von Bülow alias Loriot. Einer der größten deutschen Humoristen ist von uns gegangen. Nur was sucht das in einem Musikblog. Hat Loriot auch gesungen? Ja, hat er und zwar nicht unter seinem Namen sondern über seine Trickfilmfigur „Wum“, dem Sidekick von Wim Thoelke in der Fernsehshow „Der große Preis“. Ein furchtbar albernes und deswegen schon wieder kultiges kleines Liedchen, dessen Reinerlös der „Aktion Sorgenkind“ (heute: Aktion Mensch) zugutekam.
Danke Loriot, Du warst ein wirklich großer, der es verstanden hat, mit Wortwitz mich nicht nur einmal zum Schmunzeln zu bringen.

BTW: Das Bild hängt schief…

Reggae ist so überhaupt nicht meine Musik. Ich stelle den heutigen Titel auch nicht vor, weil ich ihn wahnsinnig toll finde. Aber Freunde der elektronischen Musik – kommt Euch dieser Titel nicht trotzdem irgendwie bekannt vor? Das ist das Original…

Van McCoy: The Hustle

The Hustle ist eine Disco Jugenderinnerung von mir, obwohl ich 1975, als der Titel herauskam, gerade einmal 7 Jahre alt war. Der Titel hielt sich bis in die 80er Jahre in manchen Clubs. Ein echter Evergreen, entschärft durchaus auch für Fahrstühle geeignet 😉

Irgendwo kommt der Titel immer wieder in der Werbung vor – hier mal ausgespielt. Die Scheibe stammt von 1976 und scheint irgendwie zum Soundtrack der Jugend vieler Werber zu gehören 😉

Chaka Khan: I feel for you


Chaka khan – I feel for you
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I feel for You ist Kooperation von verdammt vielen Größen der Musikszene der 80er. Der Titel stammt eigentlich von Prince, der den Titel auch 1979 selbst veröffentlicht hat, das Cover von Chacka Khan stammt von 1984. Die Raps in dem Song stammen von Grandmaster Mele Mel, dem Kopf von Grandmaster Flash and the Furious Five, die Mundharmonica hat Stevie Wonder eingespielt, Keyboard und Gitarren stammen von The System. Kein Wunder, daß der Titel ein Erfolg wurde. Und nebenbei ist er auch wirklich gut.
Schade, daß viele Künstler aus der Vergangenheit auf einen Titel reduziert werden, wenn in die alte Plattenkiste gegriffen wiirt. Cool & the Gang hatte noch andere Hits neben „Celebration“, Earth Wind & Fire hat auch nicht nur „September“ geschrieben und Chacka Khan eben auch nicht nur „Ain´t nobody“…

Das Sample „Uh! Yeah!“ verfolgte uns Ende der 80er, Anfang der 90er. Es stammt eigentlich aus dem Titel von Lyn Collins – Think (About It) (1972).

Daß das „geklaut“ war, wußten die wenigsten. Viele dachten Rob Base and DJ E-Z Rock haben das „erfunden“. Vollkommen egal – It takes two war ein Tanzflächenbrett, für das Original bin selbst ich zu jung, um es in der Disse noch erlebt zu haben 😉 Aber trotzdem ein cooler Klassiker.

Chic: Good Times

Good Times ist wohl der am meisten gecoverte oder gesampelte Titel der Disco Ära. Die Baseline hört man aus sehr vielen Titeln heraus. Es ist unglaublich, welche Lieder alles auf genau diesem Track basieren, bzw. Samples daraus verwenden – hier ein einige Beispiele (Quelle Wikipedia):

– „2345meia78“ by Gabriel, O Pensador
– „Another One Bites the Dust“ by Queen
– „Around the World“ by Daft Punk
– „Back to the Old School“ by Just Ice
– „Basic Mega-Mix“ by DJ Shadow
– „B-Boy Bouillabaisse“ by The Beastie Boys
– „Birthday Party“ by Furious Five
– „Body Hot“ by Joe Budden
– „Bounce, Rock, Skate, Roll“ by Vaughan Mason & Crew
– „Celebration (song)“ by Kool & The Gang
– „Charmed Life“ (song) by Mick Jagger
– „Dangerous“ by Busta Rhymes (in the Soul Society remix)
– „Doowutchyalike“ by Digital Underground
– „Everything’s Gonna Be Alright“ by Father MC
– „Good Rhymes“ by Da Click
– „Good Times“ by Mark Knight
– „Glow Of Love“ by Change
– „Happy Just To Be With You“ by Michelle Gayle
– „High Tension“ by SPK
– „Hit Me with That PINGAS“ by G.P. WU
– „Hot Hot Hot“ (song) by The Cure
– „I Like Cherries“ by Audio Two
– „In the Good Times“ by Defunkt
– „It’s All Good“ by Will Smith
– „Just the Two of Us“ by Chubb Rock
– „Last Night A DJ Saved My Life“ (song) by Indeep
– „Leave This Off Your Fu*kin Charts“ by Public Enemy
– „Like This“ by Mixmaster Gee and the Turntable Orchestra
– „Made It Back ’99“ by Beverley Knight
– „Megamix II (Why Is It Fresh?)“ by Grand Mixer DST
– „Monster Jam“ by Spoonie Gee
– „Music to be Murdered By“ from Dan the Automator
– „Na Onseng Delight“ by Dyords Javier
– „Need You Tonight“ by INXS
– „The Adventures of Grandmaster Flash on the Wheels of Steel“ by Grandmaster Flash
– „The Breaks“ by Kurtis Blow
– „Rapper Do Vai“ by Flaminio Maphia featuring Inoki, Benetti DC, KO
– „Rapper’s Delight“ by The Sugarhill Gang
– „Rapture“ by Blondie
– „Refugees on the Mic“ by Fugees
– „The Reverend“ by DJ Jazzy Jeff & the Fresh Prince
– „Rhapazooty in Blue“ by Sicle Cell & Rhapazooty
– „Rip It Up“ by Orange Juice
– „Rock Your Body“ (song) by Justin Timberlake
– „A Roller Skating Jam Named ‚Saturdays'“ by De la Soul
– „Rock the Bells“ by LL Cool J
– „Scratch Monopoly“ by T. La Rock
– „Steppin with…“ by Justin Warfield
– „SuperGood“ by Club House
– „The Anthem“ by Dredknotz
– „The Crown“ by Gary Byrd & The G.B. Experience
– „13 and Good“ by Boogie Down Productions
– „Tripple Trouble“ and „A.W.O.L“ by The Beastie Boys
– „Try It Out“ (song) by Gino Soccio
– „Underground Blues“ by College Boyz
– „Wildstyle“ by Timezone featuring Afrika Bambaata
– „MC’s Delight“ by Grandmaster Caz
– „Wikka Rap“ by Evasions
– „Wot?“ by Captain Sensible
– „You Never Heard of Me & I Never Heard of You“ by Spicey Ham

…und diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!
Dabei ist auch das Original von 1979 ein echtes Tanzflächen-Brett. 31 Jahr jung und noch ein bisschen leise…

Springen wir mal zurück in die 70er und hören auf die Stimme Budhas. Being Boiled von The Human League ist tatsächlich bereits 1978 entstanden. Das Video zeigt die Version von von 1982, die in Deutschland gleich 2x in die Charts kam. 1982 auf den 57. Platz und 1986 schaffte der Titel dann doch den Einzug in die Top Ten immerhin auf Platz 6.

Definitiv ein Meilenstein der elektronischen Musik, der auf der Tanzfläche abgeht…

Hä? Jetzt flippt er total aus? Was is das denn für ein Scheiß Lied? Bimmelbahn? Nun, hört Euch den Titel mal genau an – erinnert Euch das Ganze an einen Titel aus den aktuellen Dance Charts? Ja richtig, DAS ist das Original, aus dem letztendlich der Dancefloor-Kracher „“Barbra Streisand“ von Duck Sauce wurde. Grausamer 70er Jahre Schlager, aber letztendlich nur eine Evolutionsstufe, aus der letztendlich das wurde:

Duck Sauce „Barbra Streisand“ from Mr Goldbar on Vimeo.

Ok, wahrscheinlicher ist, daß da von Boney M: Gotta Go Home gesampelt wurde. Daß Frank Farian damals von einem Schlager „ausgeliehen“ hatte, konnte ja keiner ahnen…


Boney M – Gotta Go Home – MyVideo