Archive for the ‘ zum Genießen ’ Category

Es gibt Lieder, die hört man und ZACK hat man einen Ohrwurm. So ging es mir gestern mit Lovely Day von Bill Withers. Das Original stammt von 1977, das Lied wurde öfters rereleased. Und das zu Recht. Einmal kurz gehört und man hat gute Laune. Schaffen nicht viele Songs…

Der Bundesvision Songcontest ist für mich zu großen Teilen ein Witz. Irgendein Bundesland nominiert eine Band, die gerade mega angesagt ist und längst in den Charts und räumt dann ab. Chancen für Newcomer? Gleich null. Aber ab und an mogelt sich unter die Kandidaten ein Act, der meine Aufmerksamkeit erregt.

Dieses Jahr ist das für mich Luna Simao mit “ Es geht bis zu den Wolken“. Die Sängerin? Noch nie gehört, den Song dementsprechend auch nicht. Das erste Mal gehört und ich war sofort drin. Gute soulige Mukke aus Deutschland. Ich hoffe man hört noch mehr von Luna Simao in der Zukunft. Ganz egal, wie sie letztendlich abschneidet: Danke Bundesvision Songcontest für diese Sängerin und diesen Song!

 

Letzthin bin ich mal wieder über Tha Crossroads von 1996 gestolpert. War damals gar nicht so unerfolgreich und wenn ich mir den Titel reinziehe, dann verstehe ich auh heute noch warum. Irgendwie ist das kein Lied, sondern ein wunderbarer chilliger Klangteppich.

Bobby Hebb: Sunny

Im Song „Easy“ von Cro kommt der Name „Sunny“ vor und sofort denkt man an den Boney M Song „Sunny“. Aber der Song ist nicht im Original von Boney M sondern von Bobby Hebb, geschrieben 1963.


Bobby Hebb – Sunny von soulpatrol

Und wenn man ein wenig stöbert, dann findet man tausende Coverversionen. Neben Boney M…

…gehört wohl die Version von Cher zu den bekanntesten. Leider kann ich Euch davon kein Video zeigen – das ist im Deutschland von der GEMA überall geblockt.

Unter anderem haben folgende Künstler den Song gecovert: Public Enemies, Richard Anthony, James Brown & Marva Whitney, Wes Montgomery, Robert Mitchum, the Classics IV, the Electric Flag, Jose Feliciano, Stevie Wonder, Ella Fitzgerald, The Four Seasons, The Four Tops, Marvin Gaye, Earl Grant, Mary Wells, Paul Carrack,David Clayton-Thomas, Jamiroquai, Stanley Jordan, Marion Rung, Mina, Jimmy Smith, Johnny Mathis, Les McCann, Chris Montez, The Head Shop, Leonard Nimoy, Wilson Pickett, Buddy Richard, Los york’s, Del Shannon, Nick Cave, Oscar Peterson & Joe Pass and Ray Brown, Dusty Springfield, Helge Schneider, War, Ajico, Gary Lewis and the Playboys, Twinset featuring Barnaby Weir, Terrorgruppe & The Walker Brothers, Luis Miguel, Frank Sinatra & Duke Ellington, Francis A. & Edward K.., Herb Alpert & the Tijuana Brass, Yambu, Cris Barber, Christophe Willem, Mark Ronson, Stanley Turrentine, Pat Martino, Pino Presti, Issei Noro, Justin Guarini, Andreas Weise, Ulfuls, Diva Fever, Girls‘ Generation, The Chopsticks, Booker T. and the M.G.’s, …

Ich hab Euch eninmal ein paar schöne Versionen rausgesucht – für mich die geschmeidigste Version ist von Frank Sinatra:

Wer denkt, Helge Schneider hätte das veralbert – nein, der hat daraus eine coole Jazznummer gemacht:

Helge übrigens an der Orgel. Cool ist auch die Version von Jamiroquai:

Die Liste könnte ich jetzt ewig weiterführen, danke an Ines, die mich unfreiwillig dazu gebracht hat, nach diesem Song mal zu Stöbern…

Jill Barber: Oh My My

Ich hab nen neuen Ohrwurm, diesmal gar nicht so altes. Oh My My von der kanadischen Sängerin Jill Barber erschien auf dem Album Changes 2008. Das Teil ist irgendwie alles. Retro, cooler Jazz, irgendwas. Und es nimmt mich mit.

Wenn man bei Youtube sucht kommt man auf interessante Variationen, z.B. eine Liveversion ausschließlich mit einem Gitaristen als Begleitung:

Und auch die Zahnarzt-Version fürs Kinderfernsehen – sehr geschmeidig.

Mal sehen, ob Jill Barber auch in Deutschland den Durchbruch schafft…

France Gall (* 9. Oktober 1947) kletterte bereits 1965 mit „Poupée de cire, Poupée de son1“ auf Platz 2 der deutschen Charts. Und sie sang auch Titel in deutscher Sprache, wie „Ein bisschen Goethe, ein bisschen Bonaparte“ (1969) – durchaus erfolgreich. Trotzdem: Mein Hit von France Gall ist „Ella Elle L’a“ von 1988. Eigentlich nicht so wirklich meine Musikrichtung, aber das ist so ein generationsübergreifender Wohlfühl-Song, bei dem man einfach kein schlechtes Gewissen haben muß, wenn man ihn mag.

Erinnert sich irgendwer an Neneh Chery, die Schwester von Eagle Eye Cherry? Gut an ihren Bruder, der nur einen Hit in Deutschland hatte, erinnern sich evtl. noch weniger. Manchild war ihr 2. Hit von 1989. Eine gelungene HipHop Ballade. Lustig finde ich, daß das Video dem von den Fantastischen Vier mit „Tag am Meer“ (1994) verdammt ähnelt. Auch eine gelungene HipHop Ballade – Zufälle gibt´s… 😉

Gestern verstarb Vicco von Bülow alias Loriot. Einer der größten deutschen Humoristen ist von uns gegangen. Nur was sucht das in einem Musikblog. Hat Loriot auch gesungen? Ja, hat er und zwar nicht unter seinem Namen sondern über seine Trickfilmfigur „Wum“, dem Sidekick von Wim Thoelke in der Fernsehshow „Der große Preis“. Ein furchtbar albernes und deswegen schon wieder kultiges kleines Liedchen, dessen Reinerlös der „Aktion Sorgenkind“ (heute: Aktion Mensch) zugutekam.
Danke Loriot, Du warst ein wirklich großer, der es verstanden hat, mit Wortwitz mich nicht nur einmal zum Schmunzeln zu bringen.

BTW: Das Bild hängt schief…

Paul Young: Enter Sandman

Nicht nur Paul Anka, sondern auch Paul Young hat ein Album gemacht mit dem Titel „Rock Swings“. Das Konzept ist das selbe: Rocktitel aufgenommen als Swing Titel mit Big Band Begleitung. Wer von den beiden Pauls das besser im Griff hatte, mag jeder selbst entscheiden. Aber als Swingversion ist „Enter Sandmann“ von Metallica schon ein Hörerlebnis…

Air: All I need

Ein chilliger Song zum chilligen Sonntag von 1997…