Jamie Cullum: Don’t stop the music

Ich erlaube mir mal einen fast neuen Track hier vorzustellen. Don’t stop the music von Jamie Cullum wurde 2009 released, wurde aber unverständlicherweise nur ein Achtungserfolg, schaffte es in den deutschen Charts immerhin bis auf Platz 58. Natürlich ist der Song ein Cover, das Original ist von Rihanna. Jamie Cullum hat den banalen (und trotzdem erfolgeicheren) Titel ein Jazzgewand angezogen, der ihm durchaus steht.

Sergio Mendes & Brasil ’66 / Jorge Ben Jor: Mas Que Nada

Spätestens seit dem Film Austin Powers kennt man den Hit von Sergio Mendes (1966). Er gehört zu den Liedern, die die man meiner Mewinung nach man nicht covern darf. Deshalb ging mir auch das Messer in der Hose auf, als die Black Eyed Peas 2006 den Titel verhunzten. Gut, wenn wir ehrlich sind, hat Sergio Mendes den Titel auch nicht geschrieben, das Original stammt von Jorge Ben Jor (1963).

Sagen wir also mal so: Das Cover von Sergio Mendes darf man meiner Meinung nach nicht covern – er hat den Titel perfektioniert…

Paul Anka: Black Hole Sun

Viele kennen Paul Anka von solchen Oldies, wie „Diana“. Er ist aber auch der Texter von z.B. des John Sinatra Klassikers „My Way“. 2005 brachte er die Platte „Rock Swings“ heraus, auf der er Rockklassiker in Swing umsetzte. Black Hole Sun von Soundgarden ist auch im Original ein sehr sehr geiler Track, den man eigentlich nicht covern sollte – was Paul Anka daraus gemacht hat, ist aber schon wieder so genial, daß ich für diese Version eine Ausnahme mache vom Coververbot für dieses Lied…

Chaka Khan: I feel for you

I feel for You ist Kooperation von verdammt vielen Größen der Musikszene der 80er. Der Titel stammt eigentlich von Prince, der den Titel auch 1979 selbst veröffentlicht hat, das Cover von Chacka Khan stammt von 1984. Die Raps in dem Song stammen von Grandmaster Mele Mel, dem Kopf von Grandmaster Flash and the Furious Five, die Mundharmonica hat Stevie Wonder eingespielt, Keyboard und Gitarren stammen von The System. Kein Wunder, daß der Titel ein Erfolg wurde. Und nebenbei ist er auch wirklich gut.
Schade, daß viele Künstler aus der Vergangenheit auf einen Titel reduziert werden, wenn in die alte Plattenkiste gegriffen wiirt. Cool & the Gang hatte noch andere Hits neben „Celebration“, Earth Wind & Fire hat auch nicht nur „September“ geschrieben und Chacka Khan eben auch nicht nur „Ain´t nobody“…

The Mike Flowers Pops: Wonderwall

1995. Eine Easy Listening Welle schwappt über Europa. Die Könige waren wohl Mikes Flower Pops mit ihrer Interpretation des Oasis Klassikers Wonderwall. Alles mit sehr viel Selbstironie – auch das Video. Und ich bin bei vielen Liedern empfindlich, die sind heilig, die darf man nicht covern – aber Mike Flower Pops haben einen generellen Freibrief von mir…

Working Week: Inner City Blues

Eine sehr gelungene Coverversion von dem durchaus auch nicht zu verachtenden Original von Marvin Gayel (1971). Working Week zogen den Titel 1985 rüber in den jazzigen Bereich. Eine durchaus gelungene Morphose.

Working Week ist irgendwie heute vergessen und auch ich muß zugeben, daß ich sie erst wiederentdeckt habe beim durchkramen meiner Plattenkiste. Die Gruppe besteht aus dem Gitaristen Simon Booth und dem Saxofonisten Larry Stabbins, die mit verschiedenen Sängerinnen zusammenarbeiteten. Juliet Roberts, die Inner City Blues singt, war lange Zeit festes Mitglied der Band.